Medienmitteilung
Gegenvorschlag zur Atom-Initiative: Echte Lösungen statt Nebelkerzen
28. März 2025 | Atom-Initiative
Mit dem indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» stellt der Bundesrat das geltende Verbot für den Bau neuer Atomkraftwerke infrage. Aus Sicht der Allianz Atomausstieg und ihrer 31 Mitgliederorganisationen ist dies ein energie- und klimapolitischer Irrweg, wie die Allianz in ihrer Vernehmlassungsantwort festhält.
Bremsklotz für die Energietransformation
Der Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» ist ein energiepolitischer Rückschritt. Statt die bewährte Energiestrategie 2050 weiterzuführen, will der Bundesrat das Neubauverbot für Atomkraftwerke aufheben – und setzt damit auf eine Technologie, die zu spät kommt, zu teuer ist, massive Risiken birgt und den Ausbau der Erneuerbaren gefährdet.
Risiken statt Klimanutzen
Neue Atomkraftwerke können frühestens in den 2050er-Jahren ans Netz, leisten also keinen Beitrag zum Netto-Null-Ziel. Sie sind finanziell nicht tragbar, konkurrenzieren die staatliche Förderung der Erneuerbaren und verschärfen die Abhängigkeit von autoritären Staaten. Die Schweiz hat mit dem Stromgesetz 2024 bereits die Weichen für eine sichere, saubere Energiezukunft gestellt – AKW gefährden diesen Kurs.
Fazit: Atomkraft ist zu langsam, zu teuer, zu riskant – und lenkt von den echten Lösungen ab.
Die Allianz Atomausstieg fordert daher:
- Rückzug des Gegenvorschlags durch den Bundesrat
- Ablehnung der Atom-Initiative
- Konsequente Umsetzung der beschlossenen Energiestrategie und echte klimapolitische Massnahmen
Link zur vollständigen Vernehmlassungsantwort